
Entsprechend Ihren Anforderungen, werden die folgenden Löschmethoden angewendet.
Standard 5220.22-M des US-Verteidigungsministeriums
Die Vorschriften zum sicheren Löschen von als vertraulich, geheim oder
streng geheim eingestuften Daten sind im "National Industrial Security
Program Operating Manual" für die US Army, die Navy, die Air Force und
andere amerikanische Regierungsbehörden enthalten.
Nach diesen Vorschriften können die Daten durch einmaliges
Überschreiben der gesamten Festplatte mit einem beliebigen Bitmuster
gelöscht werden. Danach sind die Festplatten durch dreimaliges
Überschreiben mit einem jeweils anderen Bitmuster sicher zu löschen.
BSI Standard nach (VSITR)
Nach dem VSITR- Standard des Bundesamtes für Sicherheit in der
Informationstechnik muss eine Festplatte in sieben Durchgängen
überschrieben werden. Bei den ersten 6 Durchgängen wird jeweils das
Bitmuster des vorherigen Durchgangs umgekehrt.
Durch diese Umkehrung der Bits sollen Datenreste destabilisiert werden,
die sich eventuell noch an den Rändern der zum Schreiben der Daten
verwendeten Spur befinden können. (Weitere Informationen über die
Möglichkeiten, gelöschte Daten anhand derartiger Datenreste
wiederherzustellen, finden Sie im Abschnitt "Einschränkungen".)
Im abschließenden Durchgang wird zur Verstärkung dieses Effekts die gesamte Festplatte mit dem Muster "01010101" überschrieben.
Bruce-Schneier-Algorithmus
Der international bekannte Sicherheitsspezialist und Autor Bruce
Schneier empfiehlt das siebenmalige Überschreiben einer Festplatte. Im
ersten Durchgang wird die Festplatte mit dem Bitmuster "00", im zweiten
mit "11" und in den folgenden fünf mit einem zufällig erzeugten
Bitmuster überschrieben.
Die Wirkung dieser Methode ähnelt der des VSITR- Standards. Allerdings
erschwert die zufällige Gestalt des in den letzten fünf Durchgängen
verwendeten Bitmusters es einem Angreifer erheblich, zu bestimmen,
welche Auswirkungen das Überschreiben auf die Datenreste an den
Spurrändern der Festplatte oder auf Bit-Übergänge auf der Festplatte
hatte.
Diese Methode ist wahrscheinlich sicherer als der VSITR- Standard,
allerdings ist sie durch die zum Erzeugen der zufälligen Bitmuster
benötigte Zeit auch erheblich langsamer.
Peter-Gutmann-Algorithmus
Peter Gutmann ist Forschungsbeauftragter im Department of Computer
Science der University of Auckland und auf die Konzeption und Analyse
von Verschlüsselungsarchitekturen spezialisiert. Seine
Forschungsergebnisse zum Löschen von Daten auf magnetischen Medien (z.
B. Festplatten) gelten als die entscheidenden Arbeiten auf diesem
Gebiet.
Die Daten werden in mehreren Reihen von Durchgängen überschrieben, um
so die Datenreste zu reduzieren, die bei sämtlichen gegenwärtig zum
Speichern von Daten auf Festplatten verwendeten Verfahren anfallen.
Der Algorithmus nimmt insgesamt 35 Überschreibungsdurchgänge vor und
gilt als die modernste Methode der Datenzerstörung. Ein derartiges Maß
an Sicherheit geht natürlich auf Kosten der Zeit. So dauert das
Überschreiben einer Festplatte mit dem Peter-Gutmann-Algorithmus über
siebenmal so lange wie das Überschreiben derselben Festplatte mit dem
Bruce-Schneier-Algorithmus und wahrscheinlich mehr als 15-mal so lange
wie das Überschreiben nach dem Standard des
US-Verteidigungsministeriums.
DSX- Methode der kanadischen Bundespolizei
Die Abteilung für technische Sicherheit der kanadischen Bundespolizei
produziert das Programm DSX, das staatlichen Dienststellen in Kanada
zur Verfügung gestellt wird, um zu verhindern, dass bei der Entsorgung
von außer Dienst gestellten Festplatten Informationen weitergegeben
werden.
Die DSX- Methode überschreibt die Festplatte im ersten Durchgang mit
dem Bitmuster "00", im zweiten Durchgang mit dem Bitmuster "11" und
dann mit einem Textmuster, das aus der Versionsnummer der Software
sowie dem Datum und der Uhrzeit der Löschung besteht.
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